Cyprus Business Aktuell: Wirtschaft, Tourismus, Energie und Finanzpolitik im Überblick
Cyprus Business Aktuell: Wirtschaft, Tourismus, Energie und Finanzpolitik im Überblick
Zypern verzeichnete zuletzt eine deutliche Belebung des Tourismus. In der Europäischen Union wurde im Jahr 2025 mit insgesamt 3,08 Milliarden Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben ein historischer Höchststand erreicht.
Wie aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht von Eurostat hervorgeht, entwickelte sich der zypriotische Tourismussektor besonders dynamisch und lag damit über mehreren regionalen Vergleichswerten. Die Zahl der Übernachtungen in touristischen Unterkünften stieg von 15.636.125 im Jahr 2023 auf 17.909.478 im Jahr 2024. Das entspricht einem Zuwachs von 14,54 Prozent innerhalb eines Jahres.
Finanzminister Makis Keravnos wird am 18. Januar nach Brüssel reisen, um an der Sitzung der Eurogruppe sowie an den Treffen des ECOFIN-Rats teilzunehmen. Dort stehen unter anderem wirtschaftspolitische Schwerpunkte der Eurozone sowie die Wiederaufbaupläne der Mitgliedstaaten auf der Agenda.
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Nach Angaben des Finanzministeriums beginnt Keravnos sein Programm am Montag, dem 19. Januar, mit der Teilnahme an einer Eurogruppen-Sitzung zur geplanten Einführung des Euro in Bulgarien. Anschließend beraten die Minister über die wirtschaftspolitischen Prioritäten der Eurozone für das Jahr 2026. Grundlage bilden dabei die Empfehlungen der Europäischen Kommission vom November. Zudem werden die Ergebnisse der jüngsten G7-Finanzministertreffen vorgestellt. Frankreich, das 2026 den Vorsitz innehat, wird seine politischen Zielsetzungen präsentieren.
Die Industrie- und Handelskammer Zyperns (Keve) kündigte am Freitag den Start des Projekts PLANBEE an. Dabei handelt es sich um eine groß angelegte Initiative im Mittelmeerraum, mit dem Ziel, die Bienenwirtschaft als tragende Säule der ländlichen Entwicklung zu etablieren.
Das Projekt mit dem Titel „Promoting Local Apiary Networks and Bee Entrepreneurial Excellence“ verfolgt das Ziel, Innovation, Umweltschutz und nachhaltigen Tourismus in sechs Partnerländern zu fördern. Es wird zu 89 Prozent aus EU-Mitteln im Rahmen des Interreg NEXT MED Programms kofinanziert. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 2.807.656 Euro, wovon 2.498.813,84 Euro aus EU-Fördermitteln stammen. Zu den Koordinatoren zählen die Industrie- und Handelskammer Zyperns sowie A.M. Filagrotiki Symvouleftiki Ltd.
Im Bereich Energie deckten erneuerbare Quellen im Jahr 2024 durchschnittlich 47,5 Prozent des Bruttostromverbrauchs in der Europäischen Union. Zypern lag dabei laut Eurostat weiterhin im unteren Bereich der EU-Staaten. Der EU-Durchschnitt stieg gegenüber 2023 um 2,1 Prozentpunkte und hat sich seit 2004 – damals lag der Anteil bei 15,9 Prozent – nahezu verdreifacht. Zypern erreichte 2024 einen Anteil von 24,1 Prozent.
Trotz dieser Unterschiede setzen die Tourismusregionen Larnaka und Paphos optimistisch auf das Jahr 2026. Lokale Behörden rechnen mit stabiler Nachfrage, gezielten Qualitätsverbesserungen und einem stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit – trotz anhaltender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Der Präsident des Tourismusverbandes von Larnaka (Etap), Dinos Lefkaritis, erklärte gegenüber der Cyprus News Agency, dass nach einem erfolgreichen Jahr 2025 derzeit ein neuer Aktionsplan vorbereitet werde. Ziel sei es, das touristische Angebot weiter aufzuwerten, die Region international zu positionieren und zugleich die authentischen Merkmale Larnakas zu bewahren. Künftig sollen verstärkt auch konkrete Verbesserungen vor Ort umgesetzt werden.
Der Gouverneur der Zentralbank von Zypern, Christodoulos Patsalides, zeichnete in einem Beitrag für die Tageszeitung Phileleftheros ein insgesamt positives, zugleich aber vorsichtiges Bild der wirtschaftlichen Lage. Zwar starte Zypern aus einer starken Position ins neue Jahr, doch bleibe das globale Umfeld von Unsicherheiten geprägt.
Patsalides erwartet ein Wirtschaftswachstum von rund drei Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt der Eurozone. Gleichzeitig sinke die Staatsverschuldung weiter. Die Schuldenquote sei erstmals seit Jahren unter die 60-Prozent-Marke gefallen und erfülle damit wieder die Maastricht-Kriterien. Die Inflation werde stabil bei etwa zwei Prozent erwartet, während sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust zeige.
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Auch das EU-finanzierte ReTour-Programm zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit kleiner und mittlerer Tourismusunternehmen ist offiziell angelaufen, darunter auch in Zypern. Das Projekt wird von der Nationalen Technischen Universität Athen geleitet und verfügt über ein Gesamtbudget von 1,83 Millionen Euro, wovon 1,63 Millionen Euro aus EU-Mitteln stammen. Ziel ist es, Tourismusbetriebe besser auf Krisen, saisonale Schwankungen, Klimarisiken und geopolitische Entwicklungen vorzubereiten.
Im Industriesektor gehörte Zypern im November 2025 zu den stärksten Performern der EU. Die Industrieproduktion stieg im Jahresvergleich um 10,5 Prozent – der zweithöchste Wert in der gesamten Union, hinter Irland. Zum Vergleich: In der Eurozone wuchs die Industrieproduktion im selben Zeitraum um 2,5 Prozent, EU-weit um 2,2 Prozent.
Die Auslastung der zypriotischen Hotels entsprach 2025 weitgehend dem Niveau des Vorjahres und lag teils sogar leicht darüber. Laut dem Hotelverband Pasyxe bestätigt dies ein zweites Jahr stabiler Entwicklung. Präsident Thanos Michaelides betonte jedoch, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Betriebe weniger von der Auslastung als von der tatsächlichen Profitabilität abhänge, die nicht im gleichen Maß gestiegen sei.
Auch im Technologiesektor wurden positive Entwicklungen verzeichnet. Die Beteiligungsportfolios von Kinisis Ventures zeigten Ende 2025 eine zunehmende operative Reife. Mehrere Beteiligungen erzielten nachhaltige Umsätze und bereiteten den internationalen Marktausbau vor.
Das Unternehmen Threedium bezeichnete 2025 als Wendepunkt seiner Entwicklung. Die Firma wandelte sich zu einer skalierbaren 3D-GenAI-Infrastrukturplattform, steigerte ihre monatlich wiederkehrenden Umsätze um 42 Prozent und erreichte eine Kundenbindungsquote von 97 Prozent. Zu den Kunden zählen internationale Konzerne wie LVMH, L’Oréal und Diageo. Gleichzeitig stellte Threedium sein Studio-Geschäft ein, um sich auf ein margenstärkeres Lizenzmodell zu konzentrieren.
Im Bereich Schifffahrt erwartet das stellvertretende Ministerium, dass eine umfassende nationale Strategie zur Prävention und Bekämpfung von Meeresverschmutzung noch vor Beginn der Sommersaison fertiggestellt wird. Ziel sei eine klare Koordination zwischen den beteiligten Behörden mit eindeutig definierten Zuständigkeiten und Reaktionsplänen. Der Grundstein dafür wurde bereits im Januar 2024 gelegt, als der Ministerrat beschloss, die Zuständigkeiten zentral zu bündeln und bestehende Strukturen neu zu ordnen.
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Autor: MF-Redaktion Tom Weyerman
Quelle: Eurostat, CY Government