Eine halbe Million an nicht deklarierten digitalen Einnahmen, die von den zyprischen Steuerbehörden aufgespürt wurden
Eine halbe Million an nicht deklarierten digitalen Einnahmen, die von den zyprischen Steuerbehörden aufgespürt wurden
Mehr als 500.000 Euro an nicht deklarierten digitalen Einkünften, hauptsächlich von OnlyFans und ähnlichen Online-Plattformen, wurden von der zyprischen Steuerbehörde ausfindig gemacht. Diese Operation ist die erste groß angelegte lokale Untersuchung der Einnahmen aus Social-Media-Abonnementdiensten.
Die Ergebnisse ergaben sich aus den Social-Media-Monitoring-Überprüfungen des Ministeriums, bei denen rund 300 natürliche und juristische Personen, darunter Zyprioten und ausländische Einwohner, identifiziert wurden, die es versäumt haben, Einnahmen aus Abonnements und digitalen Verkäufen in ihren Steuererklärungen anzugeben.
Die Ermittlungen zielen nicht nur auf nicht deklarierte digitale Einnahmen von OnlyFans ab – einer in Großbritannien ansässigen Plattform, die für die Monetarisierung von Inhalten für Erwachsene bekannt ist –, sondern auch auf eine breite Palette anderer Online-Aktivitäten, die in Zypern immer häufiger vorkommen.
Digitale Wirtschaft unter die Lupe
genommen Das Audit hat sich deutlich über Abonnementplattformen hinaus ausgeweitet und umfasst nun:
- Kosmetikerinnen, Friseure und Taxifahrer,
- Reisebüros und Kleinunternehmer, die Dienstleistungen oder Buchungen über soziale Medien anbieten.
Konkret ergaben die Überprüfungen Fälle, in denen Personen bis zu 500.000 Euro verdienten, die nicht deklariert waren. Darüber hinaus wurden mehr als 50 Taxifahrer wegen nicht deklarierter Einkünfte von mehr als 100.000 Euro angezeigt, die häufig über elektronische Zahlungen und Online-Marktplätze erzielt wurden.
Die Durchsetzungsbehörden und
die neuen Rahmenbehörden bereiten sich nun darauf vor, Aufforderungen zu versenden, in denen die identifizierten Personen aufgefordert werden, korrigierte Steuererklärungen einzureichen und ausstehende Steuern zu begleichen. Die Steuerbehörde betonte, dass die fortgesetzte Nichteinhaltung zu rückwirkenden Steuern, Geldstrafen und möglichen Strafverfahren führen wird.
Seit Juli 2021 verlangt die EU-Richtlinie 2011/16/EU (DAC7) von digitalen Plattformen, dass sie Nutzerdaten – einschließlich Identität, steuerlicher Ansässigkeit und jährliches Gesamteinkommen – mit den nationalen Steuerbehörden teilen. Zypern erhält diese Daten nun direkt, was einen Abgleich der deklarierten Einkünfte mit realen Transaktionen ermöglicht.
Die Beamten betonten, dass dieser neue Rahmen zusammen mit dem One-Stop-Shop-Mehrwertsteuermechanismus (OSS) die grenzüberschreitende Transparenz erhöht und es ihnen ermöglicht, Einnahmen von Plattformen wie YouTube, Twitch, Instagram und anderen digitalen Marktplätzen effektiv zu nutzen. Oberstes Ziel ist es, die Gleichbehandlung und Einhaltung der Vorschriften sowohl für traditionelle als auch für digitale Berufe zu gewährleisten.
MFRadio.de | Redaktion Zypern | 24. Oktober 2025 Quelle: Cyprus Mail Autor: MF Redaktion