Wasserzufluss in zyprische Stauseen weiter auf besorgniserregend niedrigem Niveau
Wasserzufluss in zyprische Stauseen weiter auf besorgniserregend niedrigem Niveau
Der Zufluss in die Stauseen Zyperns befindet sich seit Oktober auf einem äußerst kritischen Niveau.
Die vorhandenen Wasserreserven schrumpfen weiter, da der Verbrauch deutlich über dem Nachschub liegt. Darauf wies der leitende technische Ingenieur der Wasserbehörde am Montag hin.
Die vorhandenen Wasserreserven schrumpfen weiter, da der Verbrauch deutlich über dem Nachschub liegt. Darauf wies der leitende technische Ingenieur der Wasserbehörde am Montag hin.
Nach seinen Angaben beläuft sich der gesamte Zufluss seit dem 1. Oktober lediglich auf rund 1,7 Millionen Kubikmeter – eine Menge, die angesichts des tatsächlichen Bedarfs kaum ins Gewicht fällt. Entsprechend sinkt der Füllstand der Stauseen weiter, weil mehr Wasser entnommen als neu zugeführt wird.
Für eine spürbare Entspannung der Lage wären durchschnittliche Zuflussmengen von etwa 10 bis 12 Millionen Kubikmetern erforderlich. Ein Blick auf die Langzeitdaten zeigt die Dramatik der Situation: In den Monaten Oktober bis Dezember lag der durchschnittliche Zufluss in den vergangenen 30 bis 35 Jahren bei rund 13 Millionen Kubikmetern. Davon ist man in diesem Jahr weit entfernt.
Zwar wurden in einigen Regionen überdurchschnittliche Niederschlagsmengen registriert – insbesondere im Küstengebiet von Polis Chrysochous mit rund 170 Prozent des Normalwerts. Auch in Nikosia und Athienou lagen die Werte bei etwa 140 Prozent, in Frenaros bei rund 115 Prozent. Allerdings befinden sich in diesen Gebieten keine Staudämme, sodass der zusätzliche Regen nicht zur Auffüllung der Wasserreserven beitragen konnte.
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Um die Situation nachhaltig zu verbessern, seien länger andauernde, intensive Regenfälle notwendig – und zwar in den richtigen Regionen. Entscheidend seien Niederschläge in den Bergregionen und in den Einzugsgebieten der großen Stauseen, nicht an den Küsten. Ziel sei es, mindestens den Bedarf des kommenden Jahres zu decken und idealerweise auch Reserven für ein weiteres Jahr anzulegen.
Trockenperioden seien auf Zypern kein Ausnahmefall, sondern ein wiederkehrendes Phänomen, das häufig bis zu drei Jahre andauere. Inzwischen befinde man sich bereits im vierten Jahr in Folge mit unzureichender Wasserversorgung. Dennoch bestehe die Hoffnung, dass sich das Jahr noch zu einem regenreichen entwickeln könne, um ausreichend Wasser für alle Verbraucher zu speichern – insbesondere für die Landwirtschaft, die in den vergangenen Jahren stark unter Wassermangel gelitten hat.
Unabhängig von der aktuellen Wetterlage appellierte er an die Bevölkerung, Wasser konsequent und sparsam zu nutzen. Wassersparen müsse fester Bestandteil des Alltags werden.
Dürren würden auf Zypern auch in Zukunft nicht ausbleiben, und der Klimawandel verschärfe die Lage zusätzlich. Umso wichtiger sei ein dauerhaft verantwortungsvoller und nachhaltiger Umgang mit dieser lebenswichtigen Ressource.
Autor: MFRadio-Redaktion
Quelle: CNA