Deutschland verzeichnet erneut über eine Million Langzeitarbeitslose
Deutschland verzeichnet erneut über eine Million Langzeitarbeitslose
Berlin – Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Deutschland hat erneut die Millionengrenze überschritten. Aktuelle Daten der Bundesregierung zeigen, dass zum Stichtag November 2025 insgesamt 1.042.517 Menschen seit mindestens einem Jahr ohne Beschäftigung sind. Erschreckend dabei: Mehr als die Hälfte dieser Betroffenen ist bereits seit über zwei Jahren arbeitslos, nahezu jeder Fünfte sogar seit mehr als fünf Jahren.
Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Insgesamt gelten damit 36,1 Prozent aller Arbeitslosen in Deutschland als langzeitarbeitslos. Grundlage der Statistik sind Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit.
Hoher Anteil ohne deutschen Pass
Besonders auffällig ist die Zusammensetzung dieser Gruppe. Rund ein Drittel der Langzeitarbeitslosen besitzt keine deutsche
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Staatsangehörigkeit. Dieser Anteil ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während 2014 noch knapp 196.000 ausländische Langzeitarbeitslose registriert waren, lag ihre Zahl zuletzt bei über 317.000.
Am stärksten fiel der Zuwachs bei Personen aus klassischen Asylherkunftsländern aus. Ihre Zahl stieg innerhalb eines Jahrzehnts von rund 19.000 auf mehr als 92.000. Damit stammt inzwischen etwa jeder zehnte Langzeitarbeitslose aus einem Fluchtland. Insgesamt hat sich der Ausländeranteil unter den Langzeitarbeitslosen seit 2014 nahezu verdoppelt.
Milliardenkosten für den Staat
Die finanziellen Folgen sind erheblich. Allein im Jahr 2024 flossen 3,26 Milliarden Euro Bürgergeld an ausländische Langzeitarbeitslose. Insgesamt beliefen sich die staatlichen Leistungen für diese Gruppe auf 9,9 Milliarden Euro.
Brisant ist dabei ein Hinweis der Bundesregierung selbst: Die tatsächlichen Gesamtkosten der Langzeitarbeitslosigkeit sind nicht vollständig erfasst. Ausgaben für Unterkunft, medizinische Versorgung oder langfristige Auswirkungen auf das Rentensystem sind in diesen Summen nicht enthalten.
Kinder besonders betroffen
Neben den fiskalischen Belastungen zeigen sich gravierende soziale Folgen. Aktuell leben 491.369 Kinder in Haushalten, in denen mindestens ein Elternteil langzeitarbeitslos ist. Bei Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren betrifft dies sogar fast jedes dritte Kind.
Gleichzeitig offenbart sich ein strukturelles Problem auf dem Arbeitsmarkt: Trotz eines flächendeckenden Fachkräftemangels verfügen lediglich 5,7 Prozent der Langzeitarbeitslosen über eine Ausbildung in sogenannten Engpassberufen. Demgegenüber haben über 60 Prozent keinen
Berufsabschluss, mehr als 23 Prozent nicht einmal einen Hauptschulabschluss.
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Entsprechend gering bleibt die Vermittlung in reguläre Beschäftigung. Im Jahr 2024 gelang lediglich rund 155.000 Langzeitarbeitslosen der Wiedereinstieg in Arbeit, davon 115.000 ohne staatliche Förderung.
Scharfe Kritik aus der Opposition
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Jan Feser bezeichnete die aktuellen Zahlen als einen „Offenbarungseid“. Er sieht darin einen Beleg für eine seit Jahren verfehlte Arbeitsmarktpolitik und kritisiert insbesondere die Auswirkungen von Migration und Bürgergeld. Nach seiner Einschätzung habe das Bürgergeld die Probleme nicht gelöst, sondern vielmehr verfestigt.
Die Debatte um Ursachen, Kosten und mögliche Reformen der Arbeitsmarktpolitik dürfte angesichts dieser Zahlen weiter an Schärfe gewinnen.
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Autor: MF-Redaktion
Quelle: Bild / Reuters