Nach Angriff auf Venezuela: Maduro in US-Haft – Anhänger kündigen Widerstand an


Nach Angriff auf Venezuela: Maduro in US-Haft – Anhänger kündigen Widerstand an

Der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro befand sich am Sonntag in einem Gefängnis in New York und wartete auf Anklagen wegen mutmaßlichen Drogenhandels. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump eine spektakuläre Operation zu seiner Festnahme angeordnet und erklärt, die Vereinigten Staaten würden die Kontrolle über das ölreiche Venezuela übernehmen.

Bilder des 63-Jährigen, mit verbundenen Augen und gefesselt auf dem Weg in die USA, sorgten in Venezuela für Entsetzen. Washingtons Vorgehen gilt als die umstrittenste Intervention in Lateinamerika seit der US-Invasion in Panama vor 37 Jahren.

Maduro, der seine Bewacher bei der Ankunft mit „Frohes Neues Jahr“ begrüßte, soll am Montag einem Gericht in Manhattan vorgeführt werden.

International löste Trumps Vorgehen große Besorgnis aus – insbesondere vor dem Hintergrund früherer US-Interventionen im Irak und in Afghanistan. Dennoch ist Maduros Rückhalt weltweit gering, da seine Regierungszeit von autoritärem Vorgehen und massiven Vorwürfen der Wahlmanipulation geprägt war.

Angst und Stillstand im Land
In Venezuela selbst hielten Maduros politische Verbündete weiterhin Schlüsselpositionen inne und bezeichneten die Festnahme als „Entführung“ im Rahmen eines imperialistischen Zugriffs auf venezolanische Ölressourcen.

In vielen Städten blieb das öffentliche Leben nahezu stehen. Die Straßen wirkten ungewöhnlich leer, viele Menschen blieben aus Sorge in ihren Wohnungen oder versorgten sich mit Lebensmitteln.

„Es fühlt sich an wie eine Geisterstadt“, sagte die 35-jährige Psychologin Alejandra Palencia aus Maracay. „Die Menschen haben Angst, überall herrscht Unsicherheit.“

Trump erklärte, die USA würden übergangsweise die Verwaltung des Landes mit rund 30 Millionen Einwohnern sowie dessen riesige Ölreserven übernehmen. Konkrete Details zur Umsetzung nannte er nicht.

„Wir werden Venezuela so lange führen, bis ein sicherer und geordneter Übergang gewährleistet ist“, sagte Trump auf seinem Anwesen Mar-a-Lago und lobte die Festnahme Maduros, die unmittelbar vor dessen Flucht in einen gesicherten Bereich erfolgt sei.

Opposition enttäuscht, Nachfolge offen
Die Hoffnungen der venezolanischen Opposition und der Exilgemeinde wurden gedämpft, nachdem Trump eine Machtübernahme durch Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ausschloss. Sie verfüge nicht über ausreichende Unterstützung, so Trump.

Machado war von der Präsidentschaftswahl 2024 ausgeschlossen worden. Sie selbst sieht den Oppositionskandidaten Edmundo González als rechtmäßigen Wahlsieger und künftigen Präsidenten.

Venezuela, einst eines der wohlhabendsten Länder Lateinamerikas, erlebte unter Maduro einen massiven wirtschaftlichen Niedergang. Rund 20 Prozent der Bevölkerung verließen in den vergangenen Jahren das Land – eine der größten Migrationsbewegungen weltweit.

Viele Exil-Venezolaner reagierten erleichtert auf Maduros Sturz. Seine Sicherheitskräfte hatten Proteste wiederholt gewaltsam niedergeschlagen. Maduro war 2013 vom schwerkranken Hugo Chávez als Nachfolger bestimmt worden.
„Wir sind froh, dass die Diktatur beendet ist“, sagte Khaty Yanez aus Santiago de Chile. „Endlich gibt es Hoffnung auf Freiheit.“

Machtkampf und internationale Kritik
Trump wirft Maduro vor, den Drogenschmuggel in die USA organisiert und sich durch Wahlbetrug an der Macht gehalten zu haben. Caracas weist die Vorwürfe zurück. Führende Regierungsvertreter forderten Maduros Freilassung und beschuldigten Washington, aus Gier nach Öl und Rohstoffen zu handeln.

Interimspräsidentin Delcy Rodríguez erklärte trotzig: „Venezuela hat nur einen Präsidenten – Nicolás Maduro.“ Man werde sich niemals erneut zur Kolonie eines Imperiums machen lassen.

US-Spezialeinheiten hatten Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores in den frühen Morgenstunden per Hubschrauber festgenommen, nachdem es zuvor Angriffe auf militärische Ziele gegeben hatte.
Zahlreiche Staaten, auch solche, die Maduro ablehnen, mahnten zur Einhaltung des Völkerrechts und forderten eine diplomatische Lösung. Juristen stellten zudem die Rechtmäßigkeit der Festnahme eines amtierenden Staatsoberhauptes infrage. Demokratische Abgeordnete in den USA erklärten, vom Weißen Haus unzureichend informiert worden zu sein, und verlangten einen klaren Folgeplan.

Öl, Militär und offene Fragen
Trump kündigte an, US-Ölkonzerne könnten nach Venezuela zurückkehren und die heruntergewirtschaftete Infrastruktur modernisieren – ein 

Vorhaben, das Experten zufolge Jahre dauern würde. Einen Einsatz von Bodentruppen schloss er nicht aus.
Maduro wurde nach seiner Landung nahe New York per Hubschrauber in das Metropolitan Detention Center in Brooklyn gebracht. Dort soll er sich wegen bereits 2020 erhobener Vorwürfe – darunter Drogenhandel und Terrorismus – vor Gericht verantworten.

Der UN-Sicherheitsrat wollte sich am Montag mit dem Vorgehen der USA befassen. UN-Generalsekretär António Guterres sprach von einem „gefährlichen Präzedenzfall“. Russland und China verurteilten das Handeln Washingtons scharf.

Papst Leo äußerte sich „zutiefst besorgt“ und rief zur Wahrung der Souveränität Venezuelas sowie zum Schutz der Bevölkerung auf. Das Wohl des venezolanischen Volkes müsse über allem stehen.

Im Land selbst blieben größere Feiern aus. Trotz angespannter Lage wirkte der Sonntag vielerorts vergleichsweise ruhig: Cafés und Bäckereien waren geöffnet, Menschen joggten oder fuhren Rad.
Nach der Militäraktion hoben die USA zudem Flugbeschränkungen im karibischen Luftraum auf.

Wie Trump konkret die Kontrolle über Venezuela ausüben will, bleibt offen. Seine Aussagen über eine mögliche dauerhafte Militärpräsenz wecken Erinnerungen an frühere US-Einsätze im Irak und in Afghanistan – beide endeten nach Jahren mit einem kostspieligen Rückzug.

Trump betonte, eine Besetzung würde die USA „keinen Cent kosten“, da die Erlöse aus dem Öl dies kompensieren würden. Gleichzeitig wächst innenpolitisch der Druck: Kritiker warnen vor einem Bruch mit seiner „America-First“-Linie und vor einer neuen, riskanten Auslandsintervention.







Autor: Tom Weyerman / Mf-Redaktion
Quelle: REUTERS

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