Plötzlich wieder ein Promi: Der verlogene Umgang mit Til Schweiger
Plötzlich wieder ein Promi: Der verlogene Umgang mit Til Schweiger
Mehr als zwölf Monate war Til Schweiger aus der Öffentlichkeit verschwunden.
Einzig ein kurzer Auftritt im Sommer bei „Schlag den Star“, wo er seine Töchter im Kölner Studio unterstützte, erinnerte daran, dass es ihn noch gibt. Jetzt meldet sich der 61-Jährige zurück: in Kai Pflaumes ARD-Show „Klein gegen Groß“, aufgezeichnet am 19. Oktober in Berlin-Adlershof.
Einzig ein kurzer Auftritt im Sommer bei „Schlag den Star“, wo er seine Töchter im Kölner Studio unterstützte, erinnerte daran, dass es ihn noch gibt. Jetzt meldet sich der 61-Jährige zurück: in Kai Pflaumes ARD-Show „Klein gegen Groß“, aufgezeichnet am 19. Oktober in Berlin-Adlershof.
Ein Samstagabend zur besten Sendezeit in der ARD ist nach wie vor die Bühne, auf der man wieder sichtbar wird – oder sichtbar bleiben möchte.
Neben bekannten Namen wie Bully Herbig und Ina Müller sind diesmal auch frühere Publikumslieblinge mit angeschlagenem Image dabei: Boris Becker, Jan Ullrich – und Til Schweiger.
Neben bekannten Namen wie Bully Herbig und Ina Müller sind diesmal auch frühere Publikumslieblinge mit angeschlagenem Image dabei: Boris Becker, Jan Ullrich – und Til Schweiger.
Pflaume bewirbt die Ausgabe auf Instagram. Die Reaktionen sind allerdings gespalten: „Ein Ex-Häftling, ein Dopingsünder und ein Alkoholkranker. Perfekte Gäste für eine Kindershow.“ (Originalkommentar)
Vom Star zum Problemfall
Für Schweiger wirkt die Rückkehr zunächst wie ein Neustart – doch eigentlich zeigt seine Geschichte, wie schnell man in Deutschland vom Aushängeschild zum unerwünschten Thema wird, sobald man von der offiziell akzeptierten Meinung abweicht.
Über Jahre hinweg zählt Schweiger zu den beliebtesten Unterhaltungsgrößen des Landes. Seine Filme wie „Keinohrhasen“, „Honig im Kopf“, „Kokowääh“ oder „Manta Manta 2“ erreichen zusammen mehr als 90 Millionen Kinobesucher. Er sammelt Preise, Werbedeals und Titelseiten.
Dann äußert er sich kritisch – zunächst während der Corona-Zeit. Zuerst fordert der vierfache Vater vorsichtigere Maßnahmen und Schulschließungen, später stellt er sich offen gegen die Lockdowns. Ein Foto mit Boris Reitschuster im Juni 2021 – inklusive der Bezeichnung „mein Held“ – bringt ihn endgültig ins Zentrum einer medialen Empörungswelle. Der Journalist gilt als prominente Figur der alternativen Medien. Und Schweiger erlebt, was passiert, wenn man öffentlich an der „falschen Stelle“ Beifall spendet.
Plötzlich wird er zur Zielscheibe. Kritik schlägt in persönliche Vernichtungslust um. Die Branche, die lange von seinem Erfolg profitierte, stellt sich gegen ihn.
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Vorwürfe ohne Aufklärung
Im April 2023 veröffentlicht der Spiegel einen umfangreichen Bericht über angebliche Übergriffe und Machtmissbrauch am Set.
Titel: „Sie nennen ihn den Imperator“. Woher die Anschuldigungen stammen und wie belastbar sie sind, bleibt unklar. Eine gerichtliche Klärung gibt es nie. Schauspielerin Nora Tschirner schildert problematische Arbeitsbedingungen – aber die Frage bleibt offen: Wer ist Täter? Wer Opfer? Und was ist belegbar?
Titel: „Sie nennen ihn den Imperator“. Woher die Anschuldigungen stammen und wie belastbar sie sind, bleibt unklar. Eine gerichtliche Klärung gibt es nie. Schauspielerin Nora Tschirner schildert problematische Arbeitsbedingungen – aber die Frage bleibt offen: Wer ist Täter? Wer Opfer? Und was ist belegbar?
Gleichzeitig schadet sich Schweiger selbst. Auf Instagram veröffentlicht er alkoholgetränkte Pool-Videos, chaotische Kommentare und gesteht 2023 öffentlich: „Ja, ich habe ein Alkoholproblem.“ Es folgen Herzprobleme, eine Sepsis und wirtschaftliche Rückschläge. Laut Bunte ist seine Holding Barefoot Management Holding GmbH insolvent. „Der tiefe Sturz des Filmstars“, titelt das Magazin.
Zerbrochene Freundschaften
Auch berufliche Weggefährten distanzieren sich. In einem Podcast im März 2024 berichtet Schweiger, dass Matthias Schweighöfer und Fahri Yardim sich von ihm entfernt hätten. Andere hingegen halten zu ihm: Wotan Wilke Möhring, Oliver Masucci oder Monika Gruber erscheinen weiterhin an seiner Seite. Unter einem Foto mit Heino Ferch schreibt Schweiger schlicht: „Beste Freunde“.
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Die Rückkehr der Ausgestoßenen
Die Unterhaltungsbranche liebt Geschichten vom Fall und Wiederaufstieg.
Wer einmal gefeiert, dann verstoßen und schließlich – vermeintlich geläutert – zurückkehrt, ist dankbare Projektionsfläche.
Wer einmal gefeiert, dann verstoßen und schließlich – vermeintlich geläutert – zurückkehrt, ist dankbare Projektionsfläche.
Wenn Schweiger nun zusammen mit Boris Becker und Jan Ullrich – auch sie längst „entcancelte“ Figuren – erneut auftritt, bekommt „Klein gegen Groß“ eine doppelte Bedeutung: Prominente mit eigener Haltung treffen auf eine Öffentlichkeit, die alternative Meinungen kaum noch toleriert. Und in diesem Kräfteverhältnis gewinnt die Empörungsindustrie fast immer.
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Autor: MF- Redaktion
Quelle: RTL / News