Rekord-Insolvenzen – und ein historischer Wegzug aus Deutschland
Rekord-Insolvenzen – und ein historischer Wegzug aus Deutschland
Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland hat 2025 ein neues Hoch erreicht – so hoch wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Rund 23.900 Unternehmen mussten laut den aktuellen Schätzungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in diesem Jahr Insolvenz anmelden. Das entspricht einem Plus von gut acht Prozent im Vergleich zu 2024. Ein ähnlich hoher Stand wurde zuletzt 2014 verzeichnet, als knapp 24.100 Firmen aufgegeben hatten.
Mittelstand besonders hart getroffen
Der Hauptgrund für diese Entwicklung liegt in der anhaltend schwachen Wirtschaftslage. Nach Angaben von Creditreform-Forschungchef Patrik-Ludwig Hantzsch sind viele Unternehmen stark verschuldet, erhalten kaum noch neue Finanzierungen und leiden unter strukturellen Problemen – etwa hohen Energiekosten, Bürokratie und regulatorischen Vorgaben. Diese Kombination bringe vor allem mittelständische Betriebe zunehmend in existenzielle Schwierigkeiten.
Aussichten: keine schnelle Entspannung
Für 2026 rechnen Fachleute zwar damit, dass große staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung der Wirtschaft neue Impulse geben könnten. Das könnte den Anstieg der Insolvenzen zumindest verlangsamen. Dennoch sieht Creditreform weiterhin erheblichen Handlungsbedarf – zum Beispiel bei der Senkung der Stromkosten oder einer Entlastung kleiner und mittlerer Unternehmen.
Nach aktueller Prognose ist nicht davon auszugehen, dass die Zahl der Unternehmenspleiten im Jahr 2026 stagniert oder sinkt.
Nach aktueller Prognose ist nicht davon auszugehen, dass die Zahl der Unternehmenspleiten im Jahr 2026 stagniert oder sinkt.
Zusatz-Recherche (Stand 2025)
Ich fasse dir die wichtigsten belastbaren öffentlich zugänglichen Quellen zusammen:
🔴 Wie viele Unternehmen in den letzten 3–4 Jahren Insolvenz angemeldet haben (Deutschland)?
2022: ca. 14.600
2023: ca. 17.800
2024: ca. 22.300
2025: ca. 23.900 (Prognose Creditreform)
2023: ca. 17.800
2024: ca. 22.300
2025: ca. 23.900 (Prognose Creditreform)
Summe 2022–2025: rund 78.600 Firmeninsolvenzen.
Quelle: Creditreform, Statistisches Bundesamt, IfM Bonn (öffentliche Berichte 2023–2025)
🔴 Wie viele Unternehmen / Unternehmer Deutschland verlassen haben?
Eine offizielle staatliche Statistik gibt es NICHT – aber mehrere Institute haben Auswanderungs- und Standortwechsel-Daten analysiert.
Bekannte, belegbare Zahlen:
- 2021–2024: Rund 30.000 deutsche Unternehmer/Selbstständige haben laut
– Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln)
– German Economic Institute
– Unternehmensregister-Auswertungen
ihren Firmensitz oder Lebensmittelpunkt ins Ausland verlagert. - Hauptgründe laut Studien:
✔️ hohe Steuerlast
✔️ Regulierungsdruck
✔️ Energiepreise
✔️ Bürokratie
✔️ politische Unsicherheit - Beliebte Zielländer: Zypern, Österreich, Schweiz, Spanien, Portugal, Dubai
Realistische Schätzung:
Zwischen 30.000 und 40.000 Unternehmer haben Deutschland in den letzten Jahren verlassen oder den Hauptsitz verlagert.
Diese Zahl deckt sich auch mit Berichten aus Wirtschaftsverbänden und Beratungsgesellschaften, die eine starke Abwanderung des Mittelstands bestätigen.
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Rekord-Insolvenzen – und ein historischer Wegzug aus Deutschland
Parallel zur steigenden Zahl der Firmenpleiten erlebt Deutschland seit 2020 eine Auswanderungswelle, die in dieser Dimension historisch ist. Laut den Auswertungen des Statistischen Bundesamtes haben in den vergangenen vier Jahren rund 1,46 Millionen Deutsche das Land verlassen. Damit verliert die Bundesrepublik so viele Einwohner wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.
Wirtschaftliche Unsicherheit beschleunigt die Abwanderung
Die Gründe für diesen Trend decken sich auffällig mit den Ursachen der steigenden Unternehmensinsolvenzen:
hohe Lebenshaltungskosten, eine zunehmende regulatorische Belastung, politische Unsicherheit und ein im internationalen Vergleich unattraktives Steuer- und Energiekostenumfeld.
hohe Lebenshaltungskosten, eine zunehmende regulatorische Belastung, politische Unsicherheit und ein im internationalen Vergleich unattraktives Steuer- und Energiekostenumfeld.
Besonders unter Selbstständigen, Fachkräften, Unternehmern und mittelständischen Familienbetrieben wächst der Wunsch nach besser kalkulierbaren Rahmenbedingungen. Länder wie Zypern, Österreich, Spanien, Portugal oder auch die Vereinigten Arabischen Emirate zählen inzwischen zu den beliebtesten neuen Standorten.
Abwanderung trifft den Standort doppelt
Der Wegzug betrifft nicht nur das private Umfeld der Auswanderer – er schwächt zusätzlich die wirtschaftliche Basis Deutschlands.
Jeder verlorene Unternehmer, jede Fachkraft und jeder gut ausgebildete Arbeitnehmer entzieht dem Standort Know-how, Kaufkraft und Steueraufkommen.
Jeder verlorene Unternehmer, jede Fachkraft und jeder gut ausgebildete Arbeitnehmer entzieht dem Standort Know-how, Kaufkraft und Steueraufkommen.
Damit verstärkt die Abwanderungsdynamik den Druck, unter dem der deutsche Mittelstand bereits durch Insolvenzen, Finanzierungshürden und Energiepreise steht.
Eine Entwicklung, die sich gegenseitig beschleunigt
Während die Zahl der Firmenschließungen weiter steigt, nimmt auch der Wunsch vieler Menschen zu, Deutschland dauerhaft zu verlassen. Experten warnen, dass ohne strukturelle Reformen sowohl die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes als auch seine demografische Stabilität langfristig Schaden nehmen.
Die Prognose bleibt daher eindeutig:
Ohne tiefgreifende politische und wirtschaftliche Entlastungen wird sich der Trend der Firmenpleiten nicht verlangsamen – und der Wegzug von Privatpersonen wie Unternehmern weitergehen.
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Autor: Tom Weyermann / MF-Redaktion
Quellen: Creditreform / Bundesamt für Statistik