Taylor Swift: Vom Popstar zur Glamour-Showgirl-Legende
Taylor Swift: Vom Popstar zur Glamour-Showgirl-Legende
Glitzer, Federn und Leidenschaft – die faszinierende Geschichte der Showgirls
MFRadio.de | Redaktion Kultur & Entertainment | 22. Oktober 2025
Wenn heute Namen wie Dita Von Teese, Pamela Anderson oder Taylor Swift mit funkelnden Bühnenoutfits in Verbindung gebracht werden, hat das eine über hundert Jahre alte Tradition. Die glamouröse Welt der Showgirls begann nicht in Las Vegas – sondern im Paris des Ersten Weltkriegs.
1917 brachte die französische Sängerin und Schauspielerin Gaby Deslys die Hauptstadt mit einer atemberaubenden Revue zum Staunen. „Laissez-les tombe!“ war mehr als nur eine Show – es war ein Symbol für Hoffnung, Stolz und weibliche Unabhängigkeit. Riesige Straußenfedern, glitzernde Kostüme und extravagante Bühnenbilder wurden zum Markenzeichen einer neuen Ära.
Deslys war nicht nur eine gefeierte Künstlerin, sondern auch eine Geschäftsfrau mit Haltung. Sie verdiente ihr eigenes Geld, unterstützte während des Kriegs Hilfsaktionen und bezahlte die aufwendigen Kostüme ihrer Show aus eigener Tasche. Damit legte sie den Grundstein für das, was später zur globalen Showgirl-Kultur wurde.
In den 1920er-Jahren schwappte der Trend über den Atlantik. In New York verwandelte Florenz Ziegfeld den Broadway in ein Paradies aus Glanz und Glamour. Seine „Ziegfeld Follies“ machten Tänzerinnen zu Stars – allen voran Dolores, die aus einfachen Verhältnissen stammte und es bis zur bestbezahlten Showgirl-Ikone ihrer Zeit brachte. Auch die berühmten Dolly Sisters verkörperten Schönheit, Ehrgeiz und Erfolg – mit Gagen, die heute Millionen wert wären.
Mit dem Aufkommen des Kinos in den 1930ern wanderte die Showgirl-Ästhetik nach Hollywood. Filme wie The Great Ziegfeld (1936) oder The Dolly Sisters (1945) brachten Federn, Strass und Glamour auf die Leinwand – und machten das Showgirl zum Sinnbild für Eleganz, Disziplin und harte Arbeit.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Showgirl in Las Vegas seine zweite Blütezeit. Jede große Bühne auf dem Strip setzte auf prachtvolle Kostüme, endlose Federn und choreografische Perfektion. Shows wie „Jubilee!“, die 1981 im MGM Grand Premiere feierte, standen für pure Opulenz – so sehr, dass es angeblich weltweit einen Mangel an Swarovski-Kristallen gab, weil die Kostüme Unmengen davon verschlangen.
35 Jahre lang war „Jubilee!“ das Herzstück des Las-Vegas-Entertainments, bevor es 2016 seine letzte Vorstellung gab. Doch der Mythos lebt weiter: Die Originalkostüme werden heute von Künstlerinnen genutzt, die das Showgirl-Erbe auf moderne Weise interpretieren.
Dita Von Teese etwa integriert Originalteile aus Jubilee! in ihre Auftritte, während Pamela Anderson im Film The Last Showgirl (2024) das Leben einer Frau beleuchtet, die für ihren Traum alles riskiert.
Und nun führt Taylor Swift diese Tradition fort – mit einer Hommage, die Geschichte und Popkultur verbindet. In Fotos zu ihrem neuen Album trägt sie originale Jubilee!-Kostüme von Designer Bob Mackie, inklusive der legendären „Diamond“- und „Disco“-Outfits. Damit zeigt sie: Das Showgirl steht längst nicht mehr nur für Glamour, sondern für Selbstbestimmung, harte Arbeit und den Preis des Erfolgs.
Quelle: cyprusmail.com
Autor: MF-Redaktion
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