Ukraine-Termin statt Tradition: Hat Kanzler Merz Deutschland noch im Blick?
Ukraine-Termin statt Tradition: Hat Kanzler Merz Deutschland noch im Blick?
Am Dreikönigstag kam es im Kanzleramt zu einem ungewöhnlichen Vorgang: Bundeskanzler Friedrich Merz ließ den traditionellen Empfang der Sternsinger kurzfristig platzen. Der Termin gilt seit Jahrzehnten als fester Bestandteil des Kanzlerkalenders – unabhängig davon, wer gerade regiert. In diesem Jahr jedoch standen die Kinder plötzlich ohne den Kanzler da.
Stattdessen mussten die Sternsinger mit Kanzleramtsminister Thorsten Frei für Pressebilder posieren. Die Enttäuschung war sichtbar: Die langgezogenen Gesichter vieler Kinder ließen keinen Zweifel daran, dass der Ersatzbesuch kaum Begeisterung auslöste.
Kurzfristige Absage aus dem Kanzleramt
Wie in der Regierungspressekonferenz bekannt wurde, sagte Merz seine Teilnahme überraschend ab. Ursprünglich war seine Anwesenheit fest eingeplant – so, wie es über Jahre hinweg bei allen Bundeskanzlern üblich war. Der Grund für die Absage: Auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron reiste Merz nach Paris, um an einem Treffen der sogenannten „Koalition der Willigen“ teilzunehmen, einem weiteren Gipfel im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg.
Dass ein internationales Treffen Vorrang vor einem fest verankerten Termin mit Kindern aus ganz Deutschland erhält, wirft Fragen auf – nicht nur zum Terminkalender des Kanzlers, sondern auch zu seinen politischen Prioritäten.
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Symbolik mit bitterem Beigeschmack
Während einzelne Sternsinger – etwa aus Mettmann – sich ihre gute Laune nicht nehmen ließen, blieb bei vielen der Eindruck zurück, dass Tradition und Symbolik an diesem Tag keine große Rolle spielten. Gerade der Sternsinger-Empfang gilt als Zeichen der Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement, Glauben und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Dass ausgerechnet dieser Termin einem weiteren Ukraine-Gipfel weichen musste, lässt die Frage aufkommen, ob der Bundeskanzler noch klar trennt zwischen internationaler Bühne und innenpolitischer Verantwortung.
Kein Nachholtermin vorgesehen
Nachfragen alternativer Medien beim Bundeskanzleramt, ob ein Ersatztermin geplant sei, wurden ausweichend beantwortet. Übersetzt bedeutet das: Einen Nachholtermin wird es nicht geben.
Dabei nahmen insgesamt 108 Kinder aus allen 27 katholischen Bistümern Deutschlands an dem traditionellen Treffen teil – ein bundesweites Symbol, das in diesem Jahr ohne den Bundeskanzler stattfinden musste.
Wem gilt die Priorität des Kanzlers?
Der Vorgang hinterlässt einen schalen Beigeschmack. Wenn selbst fest etablierte nationale Traditionen zugunsten internationaler Dauerkrisen geopfert werden, stellt sich unweigerlich die Frage: Weiß Bundeskanzler Merz noch, für welches Land er regiert – und für wen?
Gerade in Zeiten wachsender innenpolitischer Spannungen erwarten viele Bürger, dass der Kanzler nicht nur auf Gipfeln präsent ist, sondern auch dort, wo es um gesellschaftliche Nähe, Respekt und nationale Verantwortung geht.
Autor: Redaktion
Quelle: dpa, Nius.de
Autor: Redaktion
Quelle: dpa, Nius.de