Greek Cypriot side rejects proposal for joint children's football match
Greek Cypriot side rejects proposal for joint children's football match
Die griechisch-zyprische Seite hat einen Vorschlag für ein gemeinsames Fußballspiel von Jugendmannschaften aus Nord- und Südzypern abgelehnt.
Das erklärte der türkisch-zyprische Politiker Tufan Erhurman in einem Interview mit dem Fernsehsender Kanal Sim.
Das erklärte der türkisch-zyprische Politiker Tufan Erhurman in einem Interview mit dem Fernsehsender Kanal Sim.
Konkret ging es um ein Freundschaftsspiel zweier U14-Mannschaften aus dem Norden und dem Süden der Insel. Als Begründung für die Ablehnung sei angeführt worden, dass Vereine aus dem Süden Mitglied internationaler Fußballverbände seien und ein solches Spiel Probleme mit diesen Verbänden verursachen könne.
Erhurman zeigte sich skeptisch gegenüber dieser Argumentation. Seiner Einschätzung nach seien die internationalen Verbände mit der besonderen Situation auf Zypern vertraut. Er glaube nicht, dass es Einwände geben würde, sofern beide Seiten auf der Insel dem Spiel zustimmen. Ziel seines Vorschlags sei es gewesen, Kinder über den Sport zusammenzubringen.
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Im selben Interview äußerte sich Erhurman auch zum sogenannten „Imagine“-Bildungsprogramm, das den Austausch zwischen Jugendlichen beider Volksgruppen fördern soll. Er erklärte, bislang keine offizielle Initiative zur Wiederaufnahme des Programms erhalten zu haben. Das Projekt war unter seinem Vorgänger Ersin Tatar gestoppt worden.
Nach Angaben Erhurmans habe Präsident Nikos Christodoulides das Thema bislang nicht offiziell aufgegriffen. Zwar arbeite seine Seite eigenständig weiter an Bildungs- und Annäherungsprojekten, doch ein konkreter Vorschlag zur Wiederaufnahme des Programms sei nicht übermittelt worden.
Das zyprische Bildungsministerium hatte im vergangenen Monat angekündigt, das Programm wieder aufnehmen zu wollen. Auch die Bürgermeister von Nicosia, Mehmet Harmanci und Charalambos Prountzos, sprachen sich öffentlich für die Fortsetzung aus. Harmanci betonte bei einer Veranstaltung zur Unterstützung des Projekts, dass gegenseitiges Kennenlernen eine Grundvoraussetzung für Frieden, Versöhnung und Solidarität auf der Insel sei.
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Kommentar: Ohne Begegnung keine Zukunft – warum die Ablehnung eines Jugendspiels der Wiedervereinigung schadet
Die Ablehnung eines gemeinsamen Fußballspiels für Kinder aus Nord- und Südzypern ist mehr als eine Randnotiz der Tagespolitik. Sie ist ein politisches Signal – und leider ein falsches. Wer ernsthaft von Wiedervereinigung, Annäherung und Vertrauen spricht, darf genau dort keinen Riegel vorschieben, wo Verständigung am einfachsten und ehrlichsten entsteht: bei der Jugend.
Der Vorschlag von Tufan Erhurman, ein gemeinsames U14-Spiel zu organisieren, zielte nicht auf Symbolpolitik, sondern auf gelebten Alltag. Kinder, die gemeinsam Sport treiben, lernen einander kennen – jenseits von Flaggen, Ideologien und historischen Schuldzuweisungen. Dass dieser Vorschlag mit dem Hinweis auf mögliche Probleme mit internationalen Verbänden zurückgewiesen wurde, wirkt vorgeschoben und wenig überzeugend. Gerade internationale Organisationen wissen um die besondere Situation auf Zypern – und gerade sie betonen regelmäßig die Bedeutung zivilgesellschaftlicher und jugendlicher Begegnungen.
Wenn Kontakt zwischen jungen Menschen verhindert wird, entsteht kein neutraler Zustand, sondern ein Vakuum. Dieses Vakuum füllen Vorurteile, Misstrauen und überlieferte Narrative, die nicht selbst erlebt, sondern übernommen werden. Wer den Kontakt blockiert, zementiert die Teilung – nicht geografisch, sondern mental.
Besonders widersprüchlich ist diese Haltung vor dem Hintergrund offizieller Bekenntnisse zu Versöhnung und Wiederannäherung. Auch beim Bildungsprogramm „Imagine“, das genau diesen Austausch fördern soll, fehlt es weiterhin an klaren, verbindlichen Schritten. Präsident Nikos Christodoulides hat das Thema bislang nicht aktiv vorangetrieben. Unterstützung auf kommunaler Ebene – etwa durch die Bürgermeister von Nicosia – steht damit im Kontrast zur Zurückhaltung auf staatlicher Ebene.
Frieden entsteht nicht durch Gipfeltreffen allein, Grenzübergänge oder technische Erleichterungen im Alltag. All das ist wichtig – aber es ersetzt nicht den menschlichen Kontakt. Eine Wiedervereinigung, die nicht im Alltag der nächsten Generation verankert wird, bleibt ein politisches Konstrukt ohne gesellschaftliches Fundament.
Wer wirklich eine gemeinsame Zukunft auf dieser Insel will, muss anfangen, Begegnungen zu ermöglichen – nicht sie zu verhindern. Gerade bei Kindern. Alles andere ist kurzsichtig und letztlich nicht förderlich für eine echte, nachhaltige Wiedervereinigung.
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Autor: MF-Redaktion
Quelle: CyprusMail.com, Government CY