Iranian general announces possible missile attacks on Cyprus
Iranian general announces possible missile attacks on Cyprus
Ein ranghoher Vertreter der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) hat am Montag mit verstärkten Raketenangriffen auf Zypern gedroht. Als Begründung führte er eine aus seiner Sicht ausgeweitete militärische
Präsenz der Vereinigten Staaten auf der Insel an.
Präsenz der Vereinigten Staaten auf der Insel an.
Nach Angaben iranischer Staatsmedien erklärte der IRGC-Kommandeur Sardar Jabbari, die USA hätten eine erhebliche Zahl von Militärflugzeugen nach Zypern verlegt. Dies werde, so Jabbari, eine entschlossene Reaktion Teherans nach sich ziehen. Wörtlich habe er angekündigt, man werde Zypern mit solcher Intensität angreifen, dass die amerikanischen Streitkräfte gezwungen wären, die Insel zu verlassen.
Die Drohungen erfolgen vor dem Hintergrund jüngster Drohnenangriffe auf britische Militärstützpunkte in Akrotiri sowie einer insgesamt angespannten Lage im Nahen Osten nach dem Tod des iranischen Oberhaupts Ali Khamenei.
Die zyprische Regierung wies die Vorwürfe und die Bedrohungsszenarien zurück. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis betonte, dass die Republik Zypern selbst kein militärisches Ziel darstelle und sich nicht an Kampfhandlungen beteilige. Etwaige Drohungen richteten sich, wenn überhaupt, gegen die britischen Militärbasen – nicht gegen den zyprischen Staat.
Auch Verteidigungsminister Vasilis Palmas relativierte die Äußerungen des iranischen Generals. In einer Hintergrundunterrichtung erklärte er, solche Stellungnahmen seien angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen nicht überraschend. Die scharfe Wortwahl sei eher Ausdruck innerer Unsicherheiten und eines Machtvakuums im Iran als ein konkretes Angriffsszenario. In Phasen innenpolitischer Turbulenzen neige die Rhetorik häufig zu Eskalation, weshalb diese mit Bedacht einzuordnen sei.
Palmas versicherte zudem, dass die nationalen Verteidigungsstrukturen auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet seien. Sämtliche Entwicklungen würden in enger Abstimmung mit internationalen Partnern kontinuierlich beobachtet.
Die iranischen Drohungen folgten auf einen Tag erhöhter Sicherheitsvorkehrungen in Zypern. Die Behörden bestätigten, dass zwei Drohnen, die sich britischen Einrichtungen in Akrotiri näherten, abgefangen wurden. Zuvor hatte eine kleinere Drohne die Start- und Landebahn des RAF-Stützpunkts Akrotiri getroffen und leichte Sachschäden verursacht. Verletzte gab es nicht.
Regierungssprecher Letymbiotis unterstrich erneut, dass die Stationierung ausländischer Streitkräfte auf zyprischem Boden in erster Linie humanitären Missionen diene und nicht der Durchführung offensiver Militäroperationen.
Autor: MF Redaktion
Quelle: REUTERS / X / Philenews.cy