Foot-and-mouth disease in Cyprus: EU experts arrive – thousands of animals are culled
Foot-and-mouth disease in Cyprus: EU experts arrive – thousands of animals are culled
Die Behörden in Zypern stehen vor einer ernsten tierseuchenrechtlichen Krise: Nach dem Ausgebrochen der Maul- und Klauenseuche (MKS) sollen in den kommenden Tagen rund 13.000 Rinder, Schafe und Ziegen getötet werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Parallel dazu reisen Expertinnen und Experten der Europäischen Kommission an, um die Lage zu bewerten und die Maßnahmen zu koordinieren.
Aktuelle Lage in Zypern
Der Ausbruch wurde Mitte Februar 2026 bestätigt. Am 21. Februar verlor der Süden Zyperns offiziell seinen Status als MKS-freies Gebiet. Mehrere Fälle wurden im Raum Larnaka gemeldet, insbesondere rund um Livadia, Oroklini, Troulli und Aradippou.
Die Veterinärbehörden reagierten mit:
- Keulung betroffener Tierbestände
- Desinfektionsmaßnahmen an Grenzübergängen
- Probenentnahmen und epidemiologischer Überwachung
- Information und Schutzmaßnahmen für Landwirte
- Bestellung von Impfstoffen (erste Lieferung: rund 500.000 Dosen)
Die EU-Experten sollen vor Ort die Situation analysieren und bei weiteren Entscheidungen unterstützen.
Warum Tiere getötet werden
Bei der Maul- und Klauenseuche handelt es sich um eine der ansteckendsten Tierkrankheiten weltweit. Um eine explosive Ausbreitung zu verhindern, ist die Keulung infizierter und gefährdeter Bestände internationaler Standard.
Das Virus verbreitet sich durch:
- direkten Kontakt zwischen Tieren
- kontaminiertes Futter, Kleidung oder Fahrzeuge
- Luftübertragung über weite Strecken (Wind)
Selbst kleinste Virusmengen können neue Infektionsketten auslösen.
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Nahrungsergänzung und Bewusst Leben
Die Maul- und Klauenseuche ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Klauentieren wie:
- Rindern
- Schafen
- Ziegen
- Schweinen
- Wildtieren wie Hirschen
Typische Symptome
- Bläschen und Geschwüre im Maulbereich
- Lahmheit durch Läsionen an Klauen
- Fieber und Speichelfluss
- Rückgang der Milchleistung
- Gewichtsverlust
Die Krankheit führt selten direkt zum Tod erwachsener Tiere, verursacht jedoch schwere Produktionsverluste und Tierleid.
Historische Ausbrüche und Verbreitung
Die Krankheit ist seit Jahrhunderten bekannt. Bedeutende Ausbrüche:
- 2001 – Vereinigtes Königreich: über 6 Millionen Tiere gekeult; wirtschaftlicher Schaden > 8 Mrd. €
- 2011 – Südkorea: massenhafte Keulungen, starke Fleischpreisanstiege
- regelmäßige Fälle in Teilen Asiens, Afrikas und des Nahen Ostens
Europa gilt weitgehend als frei von MKS, weshalb einzelne Ausbrüche sofort drastische Maßnahmen auslösen.
Aktuell wurden auch Fälle in Teilen Mitteleuropas gemeldet, u. a. in der Slowakei und Ungarn sowie bei Wildtieren in Deutschland.
Wirtschaftliche Schäden und Folgen
Die wirtschaftlichen Auswirkungen können erheblich sein:
Landwirtschaft & Produktion
- Verlust von Tierbeständen
- Milch- und Fleischproduktion bricht ein
- Zuchtprogramme werden zerstört
Handel & Export
- Exportstopps für Fleisch- und Milchprodukte
- strenge Zertifizierungsauflagen
- mögliche Preisschwankungen auf Märkten
Für Zypern ist besonders der Halloumi-Export von Bedeutung. Behörden betonen, dass das Produkt derzeit nicht betroffen sei und wichtige Märkte weiterhin beliefert werden.
Regionale Auswirkungen
- Existenzängste bei Landwirten
- Kosten für Entschädigungen
- Maßnahmen zur Biosicherheit
Der finanzielle Gesamtschaden ist derzeit noch nicht beziffert.
Ist die Maul- und Klauenseuche gefährlich für Menschen?
Kurz gesagt: Nein.
- Infektionen beim Menschen sind extrem selten.
- Wenn sie auftreten, verlaufen sie meist mild (grippeähnliche Symptome, Bläschen).
- Fleisch und Milch sind bei ordnungsgemäßer Kontrolle sicher.
Die Hauptgefahr betrifft die Tierhaltung und die Wirtschaft, nicht die öffentliche Gesundheit.
Maßnahmen zur Eindämmung
Zur Kontrolle eines Ausbruchs werden international folgende Strategien angewendet:
- Sperrzonen und Transportverbote
- Biosicherheitsmaßnahmen auf Farmen
- Desinfektion von Fahrzeugen und Kleidung
- Überwachung von Tierbewegungen
- gezielte Impfkampagnen
- Keulung betroffener Bestände
Ausblick
Mit rund 13.000 betroffenen Tieren bei einem Gesamtbestand von etwa einer halben Million Nutztieren gilt die Situation derzeit als ernst, aber kontrollierbar. Entscheidend wird sein, ob die Maßnahmen schnell greifen und weitere Infektionen verhindert werden können.
Für Landwirte, Exportwirtschaft und Verbraucher bleibt die Lage sensibel. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Zypern die Seuche rasch eindämmen kann oder mit längerfristigen wirtschaftlichen Folgen rechnen muss.
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Nahrungsergänzung und Bewusst Leben
Autor: MFRadio.de - Redaktion
Quelle: CY News / REUTERS