Paphos: First easing of water supply – situation remains tense
Paphos: First easing of water supply – situation remains tense
Die Wassersituation im Bezirk Paphos zeigt erste Anzeichen einer Entspannung, bleibt jedoch weiterhin angespannt. Nach Angaben der Wasserbehörde liegt der durchschnittliche Füllstand der Stauseen aktuell bei rund 23 % ihrer Gesamtkapazität. Trotz anhaltender Regenfälle wird kurzfristig keine signifikante Verbesserung der Gesamtreserven erwartet.
Regen bringt Bewegung – aber keine Entwarnung
Zwar halten die Zuflüsse in die Stauseen weiter an, doch die vollständigen Auswirkungen lassen sich erst nach Abschluss des aktuellen Regenzyklus zuverlässig bewerten. Innerhalb der zuständigen Behörden herrscht daher ein vorsichtiger Optimismus, ohne die strukturellen Probleme aus den Augen zu verlieren.
Ein sichtbares Zeichen der jüngsten Niederschläge: Zwei kleinere Bewässerungsreservoirs sind bereits übergelaufen. Der Pomos-Staudamm (860.000 m³) trat als erster über die Ufer, gefolgt vom Argaka-Staudamm (990.000 m³). Beide Anlagen sind integraler Bestandteil des Bewässerungssystems der Region Chrysochous und spielen eine zentrale Rolle für die landwirtschaftliche Versorgung.
Der Überlauf wurde von Anwohnern und Besuchern gleichermaßen als seltenes und positives Ereignis wahrgenommen – ein Bild, das es in den vergangenen Jahren kaum gegeben hat.
Dritter Stausee kurz vor dem Überlauf
Mit dem Agia Marina Chrysochous-Stausee steht bereits das nächste Reservoir kurz vor dem Überlaufen. Aktuell liegt der Füllstand bei 98,7 %, ein Überlauf wird in Kürze erwartet. Damit würde sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern – damals wurden keine Überläufe registriert.
Parallel dazu führt der Fluss Xeros derzeit erhebliche Wassermengen, was zusätzlich zur Auffüllung des Asprokremmos-Stausees beiträgt – einer der wichtigsten Wasserspeicher der Region.
Deutliche Verbesserung im Jahresvergleich
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen bestätigt den positiven Trend:
- Asprokremmos-Stausee: 32,6 % (Vorjahr: 25,4 %)
- Kannaviou-Stausee: 42 % (Vorjahr: 26,6 %)
- Mavrokolymbos-Stausee: 73,9 % (nach vorheriger Leerstand aufgrund von Schäden)
- Evretou-Stausee: 38 % (Vorjahr: 24,9 %)
Diese Entwicklung zeigt klar: Die Situation hat sich innerhalb weniger Monate deutlich stabilisiert – auch wenn das Gesamtniveau weiterhin kritisch bleibt.
Maßnahmen gegen Wasserverluste und Verschwendung
Die lokale Verwaltung reagiert parallel mit konkreten Maßnahmen. Laut Charalambos Pittokopitis, Präsident der Kommunalverwaltung des Distrikts Paphos, wird intensiv an der Reduzierung von Wasserverlusten gearbeitet.
Ein beauftragter Dienstleister behebt festgestellte Mängel im Wassernetz noch am selben Tag, was bereits zu messbaren Einsparungen geführt hat. Zusätzlich laufen Gespräche mit dem Landwirtschaftsministerium über eine Aufklärungskampagne gegen verschwenderischen Wasserverbrauch.
Geplant sind zudem strengere Regelungen: Während die Grundtarife für Haushalte stabil bleiben sollen, könnten höhere Gebühren für übermäßigen Verbrauch als Abschreckung eingeführt werden.
Fazit: Positive Entwicklung – strukturelle Probleme bleiben
Trotz der erkennbaren Fortschritte bleibt die Wasserversorgung auf Zypern ein langfristiges Problem. Experten betonen, dass einzelne Regenperioden die strukturelle Knappheit nicht lösen können.
Dennoch: Die Kombination aus steigenden Wasserständen, funktionierenden Infrastrukturmaßnahmen – wie der Wiederherstellung des Mavrokolymbos-Stausees – sowie der geplanten Wiederinbetriebnahme der Entsalzungsanlage in Koukli sorgt für vorsichtigen Optimismus.
Für den kommenden Sommer zeichnet sich damit eine stabilere Ausgangslage ab als noch im Vorjahr – allerdings unter der klaren Voraussetzung, dass verantwortungsvoll mit den vorhandenen Ressourcen umgegangen wird.
Autor: MF-Redaktion
Quelle: Cyprus News
Autor: MF-Redaktion
Quelle: Cyprus News