Dead beaked whale on the coast of Cyprus - isolated case or another warning signal?
Dead beaked whale on the coast of Cyprus - isolated case or another warning signal?
Der aktuelle Fund eines toten Schnabelwals nahe Akanthou im Bezirk Famagusta erinnert an ein außergewöhnliches Ereignis im Februar 2023:
Damals wurden an der Westküste Zyperns im Raum Polis mindestens sieben bis acht tote Cuvier-Schnabelwale (Ziphius cavirostris) angespült. Für das östliche Mittelmeer galt dies als seltener und auffälliger Vorfall. Die Tiere wurden zur Untersuchung in ein Forschungszentrum gebracht.
Zeitgleich erschütterten schwere Erdbeben die Türkei und Syrien. Experten diskutierten damals einen möglichen Zusammenhang zwischen den seismischen Aktivitäten und der Desorientierung der Tiere. Ein eindeutiger Beweis wurde jedoch nicht veröffentlicht.
Nun wurde erneut ein männlicher Schnabelwal – etwa fünf Meter lang und rund 1,5 Tonnen schwer – tot aufgefunden. Laut Kemal Basat, Direktor des Naturparks Taschkent, wird das Tier zur Nekropsie gebracht, um die genaue Todesursache zu klären.
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Sind Schnabelwale im Mittelmeer heimisch?
Ja. Vor allem der Cuvier-Schnabelwal ist im gesamten Mittelmeer verbreitet. Er gilt als die häufigste Schnabelwalart der Region – auch wenn man ihn kaum zu Gesicht bekommt.
Der Grund: Diese Tiere leben bevorzugt in Tiefseegebieten mit mehreren tausend Metern Wassertiefe. Rund um Zypern existieren solche steil abfallenden Meereszonen, die als geeigneter Lebensraum gelten.
Im flachen Küstenbereich des östlichen Mittelmeers sind sie hingegen selten anzutreffen – eine Strandung fällt daher besonders auf.
Wie alt werden Schnabelwale?
Cuvier-Schnabelwale erreichen nach aktuellen wissenschaftlichen Schätzungen ein Alter von etwa 40 bis 60 Jahren.
Männchen werden zwischen fünf und sieben Meter lang und können bis zu drei Tonnen wiegen. Das nun gefundene Tier lag damit im normalen Bereich eines ausgewachsenen Männchens.
Ist es „normal“, dass solche Tiere stranden?
Ja – Einzelstrandungen kommen weltweit regelmäßig vor.
Wie alle Wildtiere sterben auch Meeressäuger an natürlichen Ursachen:
Alter, Krankheiten, Parasitenbefall, Verletzungen oder Nahrungsmangel.
Ein einzelner Fund ist daher zunächst kein außergewöhnlicher Vorgang.
Anders sieht es bei Massstrandungen aus. Schnabelwale gelten als besonders empfindlich gegenüber Unterwasserlärm.
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Sonar, Erdbeben oder Zufall?
Es gibt drei wissenschaftlich diskutierte Einflussfaktoren:
- Militärisches Sonar
Studien zeigen, dass starke Sonarimpulse bei Schnabelwalen Panikreaktionen auslösen können. Die Tiere steigen dann zu schnell auf, was zur Dekompressionskrankheit führen kann – vergleichbar mit einem Taucherunfall. - Seismische Aktivitäten
Schnabelwale sind extreme Tieftaucher und nutzen Echoortung. Starke Erdbeben oder seismische Erkundungen könnten theoretisch ihre Orientierung stören. Der Zusammenhang mit den Erdbeben 2023 wurde diskutiert, jedoch nicht abschließend bewiesen. - Industrieller Unterwasserlärm oder Umweltfaktoren
Dazu zählen Offshore-Erkundungen, Schiffsverkehr oder ökologische Belastungen.
Wichtig ist: Ohne Obduktionsergebnisse bleibt jede Ursache Spekulation.
Fazit:
Schnabelwale sind im Mittelmeer heimisch und werden bis zu 60 Jahre alt. Einzelne Strandungen sind biologisch nichts Ungewöhnliches.
Mehrere tote Tiere in kurzer Zeit dagegen sind immer ein Warnsignal – und müssen wissenschaftlich untersucht werden.
Der aktuelle Fall in Akanthou ist zunächst ein Einzelfund. Ob er Teil eines größeren Musters ist oder schlicht ein natürlicher Todesfall, wird erst die Untersuchung zeigen.
Im sensiblen Ökosystem des östlichen Mittelmeers ist jedoch jeder tote Tiefseetaucher mehr als nur eine Randnotiz – er ist ein Hinweis darauf, wie wenig wir noch immer über das Leben in den großen Tiefen wissen.
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Autor: MF- Redaktion - M. Weyermann
Quelle: CyprusMail /