Civil Defence re-examines shelters across Cyprus


Civil Defence re-examines shelters across Cyprus

Angesichts der angespannten geopolitischen Lage im Nahen Osten haben die zypriotischen Behörden begonnen, das bestehende Netz an Schutzräumen und Luftschutzbunkern auf der gesamten Insel erneut zu überprüfen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Einsatzfähigkeit der Anlagen zu kontrollieren, mögliche Mängel zu erkennen und gegebenenfalls Verbesserungen vorzunehmen.
Der zypriotische Zivilschutz bestätigte am Donnerstag, dass derzeit umfassende Inspektionen stattfinden. Dabei arbeiten verschiedene staatliche Stellen zusammen, um den Zustand der Schutzräume neu zu bewerten und die vorhandenen Notfallstrukturen zu überprüfen. Hintergrund der Initiative sind die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran.

Der Sprecher des Zivilschutzes, Panayiotis Liasidis, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur CNA, dass bereits im vergangenen Sommer eine erste umfassende Bestandsaufnahme durchgeführt wurde. Die aktuellen Kontrollen sollen nun sicherstellen, dass die Schutzräume weiterhin nutzbar sind und bei Bedarf schnell aktiviert werden können.

Auch Innenminister Constantinos Ioannou äußerte sich zu den Kapazitäten der bestehenden Schutzräume. Demnach verfügt Zypern derzeit über rund 2.500 registrierte Notunterkünfte, deren Kapazität jedoch weniger als die Hälfte der Bevölkerung aufnehmen könnte. Nach Angaben des Ministers sei diese Situation jedoch kein Sonderfall.

Er verwies darauf, dass weltweit nur wenige Staaten ihre gesamte Bevölkerung in Schutzanlagen unterbringen können. Als Beispiele nannte er Israel und die Schweiz, deren Schutzsysteme historisch stark ausgebaut wurden. Die meisten anderen Länder setzen dagegen auf kombinierte Zivilschutzmaßnahmen und Notfallpläne.
Schutzräume in verschiedenen Regionen

Im Rahmen der aktuellen Überprüfungen wurden im Bezirk Larnaka insgesamt 138 Schutzräume innerhalb der Stadt sowie 39 weitere Anlagen in der Gemeinde Aradippou erfasst. Zusätzlich stehen in umliegenden Gemeinden wie Livadia, Meneou, Kiti und Psematismenos weitere 38 Schutzräume zur Verfügung.
Auch im Bezirk Paphos wurden bisher 81 geeignete Schutzanlagen identifiziert. Nach offiziellen Angaben könnten diese im Ernstfall rund 17.000 Menschen aufnehmen.

Bei den Kontrollen prüfen die Behörden vor allem zwei Punkte:
  • ob die Räumlichkeiten zugänglich sind
  • und ob sie im Notfall tatsächlich als Schutzraum genutzt werden können.

Viele dieser Anlagen befinden sich in privatem Besitz, etwa in Kellern oder unterirdischen Gebäudeteilen.
Wo Bürger Schutzräume finden können

Die Bevölkerung wird von den Behörden dazu aufgerufen, sich frühzeitig über den nächstgelegenen Schutzraum zu informieren. Dies ist über die SafeCY-App möglich. Alternativ können Bürger auch die Einsatzleitstelle des Zivilschutzes kontaktieren.
Aktuell arbeitet der Zivilschutz außerdem daran, technische Probleme der App zu beheben. In einigen Fällen wurden falsche Standorte von Schutzräumen angezeigt. Diese Daten werden derzeit gemeinsam mit den Entwicklern aktualisiert und überprüft.

Vorbereitung auf den Ernstfall
Die Behörden empfehlen allen Einwohnern, einen persönlichen Notfallrucksack vorzubereiten. Dieser sollte unter anderem folgende Dinge enthalten:
  • Trinkwasser
  • haltbare Lebensmittel
  • Hygieneartikel
  • Staubschutzmaske
  • Erste-Hilfe-Set
  • Taschenlampe und Batterien
  • mobiles Ladegerät
  • batteriebetriebenes Radio
  • Multifunktionswerkzeug
  • Pfeife zur Signalgebung
  • persönliche Medikamente
  • wichtige Dokumente und Bargeld
  • Wechselkleidung
  • gegebenenfalls Babynahrung.

Im Falle eines Alarms sollten Bürger ruhig bleiben und den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen.
Wer sich in einem Gebäude befindet und keinen Zugang zu einem Keller hat, sollte laut Behörden im Gebäude bleiben und sich von Fenstern, Glasflächen und Türen fernhalten. Personen im Freien sollten möglichst schnell das nächstgelegene Gebäude aufsuchen.

Öffentliche Einrichtungen und Infrastruktur
Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser oder große Stadien verfügen über eigene Notfallprotokolle. Die Bevölkerung wird gebeten, diese Orte im Krisenfall nicht unnötig aufzusuchen, um Rettungswege freizuhalten.

Die Leiterin des Zivilschutzes, Maria Pappa, erklärte zudem, dass die meisten Schutzräume nur für den kurzfristigen Aufenthalt konzipiert seien und nicht als langfristige Unterkunft dienen.

Suche nach neuen Schutzräumen
Da viele moderne Gebäude auf Zypern keine Keller mehr besitzen, gestaltet sich die Suche nach neuen Schutzräumen zunehmend schwierig. Die Behörden prüfen daher derzeit auch gesetzliche Möglichkeiten, um künftig den Bau neuer Schutzräume zu fördern.
Gemeinden wurden bereits aufgefordert, geeignete Kellerräume oder unterirdische Anlagen vorzuschlagen. In der Gemeinde Akki wurden beispielsweise bereits drei mögliche Standorte gemeldet.
Rolle von Freiwilligen im Zivilschutz

Ein wichtiger Bestandteil des Systems sind außerdem freiwillige Helfer. Diese werden regelmäßig in Bereichen wie Erste Hilfe, Kommunikation, Bevölkerungsschutz und Nachbarschaftshilfe geschult.
Die Ausbildung dauert in der Regel zwei Jahre und richtet sich unter anderem an Männer nach dem Militärdienst sowie an Frauen nach Abschluss ihres Studiums. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit der lokalen Gemeinschaften zu stärken und im Krisenfall schnelle Unterstützung zu gewährleisten.

Haustiere und besondere Bedürfnisse
Ein Thema, das derzeit noch ungelöst ist, betrifft Haustiere. Die bestehenden Schutzräume sind bisher nicht für Tiere ausgelegt. Laut Zivilschutz werden jedoch Möglichkeiten geprüft, künftig Räume zu schaffen, in denen Menschen ihre Tiere im Notfall mitnehmen können.
Parallel dazu arbeiten die Behörden an Lösungen für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder für Personen, die Unterstützung beim Erreichen eines Schutzraums benötigen.

Wichtiger Hinweis:
Die Standorte der meisten Schutzräume werden aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich vollständig veröffentlicht. Bürger können sie jedoch über die SafeCY-App oder über den Zivilschutz direkt abrufen.


Karte der Schutzräume in Zypern (SafeCY-System)

Die Regierung der Republik Zypern hat eine offizielle App namens SafeCY eingeführt.
Sie zeigt alle registrierten Zivilschutz-Schutzräume auf einer interaktiven Karte und ermöglicht es Bürgern, den nächstgelegenen Schutzraum anhand von GPS oder Adresse zu finden. 
Die App zeigt für jeden Schutzraum:
  • genaue Position auf der Karte
  • Adresse / Koordinaten
  • Kapazität des Schutzraums
  • Wegbeschreibung zum Standort

Die Anwendung funktioniert in Griechisch und Englisch und ist kostenlos für Android und iOS verfügbar. 
Zusätzlich können Nutzer über die Karte prüfen, ob ein Schutzraum zugänglich ist oder Probleme melden.
Beispiel: Wie die Karte funktioniert
  • Standortfreigabe aktivieren
  • SafeCY zeigt automatisch alle Schutzräume im Umkreis
  • alternativ Suche nach Postleitzahl oder Adresse

Diese digitale Karte wurde eingeführt, um das Frühwarn- und Zivilschutzsystem des Landes zu modernisieren

Anzahl der Schutzräume in Zypern

Nach Angaben des Innenministeriums und des Zivilschutzes existieren derzeit ungefähr:
≈ 2.200 – 2.500 Schutzräume auf der Insel
Die Kapazität reicht für etwa 30–50 % der Bevölkerung im Ernstfall. 
Viele Schutzräume sind:
  • Keller von Wohngebäuden
  • Tiefgaragen
  • unterirdische Räume von öffentlichen Gebäuden
  • spezielle Zivilschutzanlagen

Verteilung der Schutzräume nach Städten (öffentliche Angaben)

Die Regierung veröffentlicht keine vollständige öffentliche Liste, aber aus offiziellen Inspektionen und Medienberichten lassen sich ungefähr folgende Zahlen ableiten.
Nicosia (Lefkosia)
größtes Netz der Insel
  • geschätzt 600–800 Schutzräume
  • viele in Wohnblöcken und Regierungsgebäuden
  • große Anlagen im Stadtzentrum und Strovolos
Limassol (Lemesos)
  • geschätzt 400–500 Schutzräume
  • viele unter Hotels und Bürogebäuden
  • zusätzliche Anlagen in Industriegebieten
Larnaca
  • 138 Schutzräume in der Stadt
  • 39 weitere in Aradippou
  • 38 in umliegenden Gemeinden
    (z. B. Livadia, Kiti, Meneou)
→ insgesamt etwa 200+ Anlagen
Paphos
  • 81 registrierte Schutzräume
  • Kapazität etwa 17.000 Personen
Diese Zahlen stammen aus den letzten Inspektionsberichten des Zivilschutzes.

Wo sich größere unterirdische Anlagen befinden

Neben den zivilen Schutzräumen existieren auch größere militärische oder strategische Anlagen auf der Insel. Diese sind teilweise öffentlich bekannt.
RAF Akrotiri (britische Militärbasis)
  • westlich von Limassol
  • einer der wichtigsten NATO-ähnlichen Stützpunkte im östlichen Mittelmeer
  • große unterirdische Schutzanlagen für Flugzeuge und Personal
  • wird regelmäßig für Einsätze im Nahen Osten genutzt 
Dhekelia Base (UK Sovereign Base Area)
  • östlich von Larnaca
  • britischer Militärstützpunkt
  • besitzt eigene Bunker- und Schutzsysteme
National Guard Anlagen
verschiedene unterirdische Einrichtungen der zypriotischen Armee:
  • Troodos-Gebirge
  • Machairas-Region
  • Umgebung Nicosia
Diese dienen hauptsächlich als:
  • Kommandozentren
  • Munitionslager
  • Radar- und Luftabwehrstellungen
Joint Rescue Coordination Center (JRCC) – Larnaca
  • nationales Zentrum für Rettungs- und Notfallkoordination
  • arbeitet mit Armee, Polizei und Zivilschutz zusammen 

Wichtig zu wissen (Zivilschutz-System)

Viele Schutzräume in Zypern befinden sich:
  • in privaten Gebäuden
  • unter Kirchen oder öffentlichen Gebäuden
  • in Tiefgaragen
Im Alarmfall müssen Eigentümer diese innerhalb von 24 Stunden zugänglich machen

Interessante Tatsache

Zypern versucht aktuell, die Kapazität der Schutzräume auf 70 % der Bevölkerung zu erhöhen, weil die vorhandenen Anlagen bisher nur etwa ein Drittel bis die Hälfte der Einwohner aufnehmen können. 






Autor: Redaktion 
Quellen CyprusMail.com / CY Government
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