Cyprus: Three legislative initiatives to accelerate renewable energy before parliament
Cyprus: Three legislative initiatives to accelerate renewable energy before parliament
Im zyprischen Repräsentantenhaus stehen drei Gesetzesentwürfe zur Regulierung und Genehmigung von Projekten im Bereich erneuerbarer Energien kurz vor der Behandlung im Plenum. Nachdem die Detailberatungen im parlamentarischen Energieausschuss abgeschlossen wurden, sollen die Vorlagen nun zur endgültigen Entscheidung eingebracht werden. Ziel ist es, langwierige Genehmigungsprozesse zu verkürzen und insbesondere den Eigenverbrauch von Solarstrom deutlich auszuweiten.
Lockerung und Vereinfachung der Genehmigungsverfahren
Ein noch nicht abschließend geklärter Punkt betrifft eine geplante Anpassung des Verbraucherschutzgesetzes aus dem Jahr 2025. Diese Änderung soll die nationale Gesetzgebung an die EU-Richtlinie 2023/2673 anpassen, die Fernabsatzverträge für Finanzdienstleistungen regelt. Vor der formellen Einbringung ins Plenum wird erwartet, dass die Abgeordneten ihre politischen Positionen zu dieser Anpassung offenlegen.
Ein weiterer Gesetzentwurf, eingebracht von Kyriakos Hatzigiannis, Nikos Syka, Michalis Yiakoumi und Stavros Papadouris, sieht klar definierte Regeln für die Verlängerung bestehender Lizenzen sowie für Ausnahmen von Lizenzpflichten vor. Diese Regelungen betreffen vor allem den Bau von Energieerzeugungsanlagen und Speichersystemen. Der Energieausschuss wartet derzeit noch auf technische Rückmeldungen der zuständigen Behörden, bevor der Entwurf dem Plenum offiziell vorgelegt wird.
Führende Solaranlageninstallation in Zypern
Jetzt mit dem Sparen beginnen
Neues Vergabesystem statt jahrelanger Wartelisten
Nach der Ausschusssitzung erklärte der DIKO-Abgeordnete Michalis Yiakoumi, dass mit den Gesetzesinitiativen ein grundlegender Kurswechsel angestrebt werde. Das bisherige Verfahren habe zu extrem langen und kaum nachvollziehbaren Wartelisten geführt.
Künftig solle ein echtes „Wer zuerst kommt, wird zuerst bedient“-Prinzip gelten. Projekte, die alle Voraussetzungen erfüllen und genehmigungsreif sind, sollen priorisiert ans Netz angeschlossen werden, anstatt jahrelang auf formale Zwischenschritte zu warten.
Yiakoumi ergänzte, dass der Energieausschuss bereits ein Schreiben an die zypriotische Energieregulierungsbehörde gerichtet habe. Darin werde gefordert, überholte bürokratische Abläufe zu vereinfachen – insbesondere bei der wiederholten Einreichung identischer Unterlagen im Zuge von Lizenzübertragungen oder Änderungen in der Gesellschafterstruktur. Ein weiteres Schreiben an die Elektrizitätsbehörde und den Netzbetreiber sei geplant, um speziell die Verfahren rund um Eigenverbrauchsmodelle für Haushalte und Unternehmen zu vereinfachen.
Photovoltaik-Anlagen auf Parkflächen
Der dritte Gesetzesvorschlag, eingebracht von Kyriakos Hatzigiannis und Michalis Yiakoumi, sieht eine Erweiterung der bestehenden Bau- und Genehmigungsregelungen vor. Künftig soll eine einmal erteilte Genehmigung auch die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern von Überdachungen öffentlicher oder privater Parkplätze ermöglichen, sofern die Vorgaben eines entsprechenden Erlasses des Innenministeriums eingehalten werden.
Dabei dürfen diese Vorgaben ausdrücklich keine maximale Flächenbegrenzung für solche Solaranlagen enthalten.
Der Vorsitzende des Energieausschusses, Kyriakos Hatzigiannis (DISY), stellte klar, dass es keine pauschale Begrenzung der Anzahl von Parkplätzen geben werde, die mit Photovoltaik überdacht werden dürfen – solange der Ministerialerlass keine Einschränkung vorsieht.
„Unser Ziel ist es, den Ausbau erneuerbarer Energiequellen deutlich zu beschleunigen“, betonte Hatzigiannis abschließend.
Führende Solaranlageninstallation in Zypern
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Was bedeutet das real für Haushalte, Unternehmen oder Investoren?
Für Haushalte:
Was wird besser:
- Eigene Solaranlagen (Eigenverbrauch) kommen schneller durch die Genehmigung.
- Weniger Bürokratie bei Änderungen, z. B. Eigentümerwechsel, Erweiterung der Anlage.
- Eigenverbrauchsmodelle (PV + Speicher) sollen priorisiert ans Netz gehen, statt jahrelang zu warten.
- Photovoltaik auf Carports / Stellplätzen wird rechtlich klar erlaubt, ohne Flächenobergrenze.
Was das real heißt:
- Kürzere Wartezeiten bis Strom fließt.
- Mehr Planungssicherheit: Anlage bauen → anschließen → nutzen.
- Haushalte mit Parkplatz/Carport können ihren Eigenverbrauch deutlich erhöhen.
Aber ehrlich:
- Netzkapazität bleibt der Flaschenhals. Wenn lokal nichts frei ist, hilft auch das Gesetz nur begrenzt.
- Einspeisung bleibt sekundär – der Fokus liegt klar auf Eigenverbrauch, nicht auf „Geld verdienen“.
Für Unternehmen:
Was wird besser:
- Klare Fristen für Lizenzen, Verlängerungen und Ausnahmen.
- Weniger Papierkrieg bei Gesellschafterwechseln oder Projektübertragungen.
- PV auf Firmenparkplätzen wird attraktiv und rechtssicher.
- Eigenverbrauchsprojekte werden schneller angeschlossen als spekulative Großprojekte.
Was das real heißt:
- Solaranlagen werden ein Kostenoptimierungs-Tool, kein Geduldsspiel mehr.
- Firmen können Stromkosten planbarer senken.
- Parkflächen werden zu Energieflächen – ohne zusätzliche Grundstückskosten.
Strategisch wichtig:
- Unternehmen, die jetzt planen und einreichen, haben einen echten Zeitvorteil.
- Wer wartet, landet wieder hinten in der Schlange.
Für Investoren:
Was sich ändert:
- Das bisherige Chaos mit Wartelisten und blockierten Projekten wird entschärft.
- Projekte mit realer Umsetzbarkeit werden bevorzugt.
- Weniger „Projekt-Leichen“, mehr echte Realisierung.
Was das real heißt:
- Fokus verschiebt sich:
- weg von reinen Einspeise-Großprojekten
- hin zu Eigenverbrauch + Speicher + gewerbliche Nutzung
- Renditen werden stabiler, aber nicht mehr spekulativ hoch.
- Cashflow-Modelle werden berechenbarer.
Aber klar gesagt:
- Wer auf schnelle Großrenditen durch Einspeisung hofft, wird enttäuscht.
- Wer langfristig denkt (Stromkosten sparen, Mieterstrom, Eigenverbrauch), profitiert.
Die unbequeme Wahrheit
- Das Gesetz beschleunigt Prozesse, es schafft keinen neuen Strom.
- Netzausbau und Speicher bleiben entscheidend.
- Gewinner sind:
- Haushalte mit Eigenverbrauch
- Unternehmen mit Parkflächen & Dachflächen
- Investoren mit realistischen, technisch sauberen Projekten
Verlierer sind:
- Papierprojekte
- Netzblockierer
- „Ich reiche mal ein und schau“-Investoren
Amortisationszeiten und was sich wirklich lohnt?
Amortisation:
Haushalt: 5–7 Jahre
Gewerbe: 4–6 Jahre
Einspeisung: unattraktiv
Sinnvolle Größen:
Haushalt: 5–10 kWp
Gewerbe: 15–200 kWp (Eigenverbrauch lohnt sich)
Was lohnt sich 2026?
Haushalt: Ja – Eigenverbrauch
Gewerbe: Ja – Dach & Parkplatz-PV
Einspeise-Investments: Nein unattraktiv!
Fazit:
Eigenverbrauch Ja.
Reine Einspeisung Nein.
Führende Solaranlageninstallation in Zypern
Jetzt mit dem Sparen beginnen
Autor: Tom Weyermann für MFRadio.de
Quelle: CNA