Germany between power blocs


Germany between power blocs

Deutschland, Europa und die neue Weltordnung
Zwischen Machtpolitik, Abhängigkeit und strategischer Realität
MFRadio.de im Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Berthel (ehem. Politik Wissenschaftler an der Universität Oxford)  über Geopolitik, die Rolle der USA, Europas Verwundbarkeit und die Frage, ob Deutschland noch Gestalter oder bereits Spielball ist. Prof. Dr. Wolfgang Berthel lebt seit mehr als 6 Jahren in Zypern (Pomos) mit seiner Frau und seinen 3 Hunden.

MFRadio.de:
Was gerade auf der weltpolitischen Bühne passiert – BRICS-Staaten, die Neuaufstellung der USA unter Donald Trump, der Ukrainekrieg – wirkt auf viele wie ein großes, geplantes Szenario. Diese Entwicklungen wurden teilweise schon vor Jahren mathematisch oder systemisch vorhergesagt. Ist das alles Zufall?

Prof. Dr. Wolfgang Berthel:
Nein, Zufall ist es nicht – aber auch kein allumfassender Masterplan. Was wir sehen, ist das Ergebnis von Systemdynamiken, nicht von geheimen Drehbüchern. Staaten, Militärs und Wirtschaftsakteure arbeiten seit Jahrzehnten mit Risiko-, Spieltheorie- und Stabilitätsmodellen. Diese Modelle sagen nicht voraus was genau passiert, sondern was wahrscheinlich wird, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig kippen.
Dass sich heute Blockbildung, Machtverschiebung und Konflikte häufen, ist weniger Planung als Konsequenz einer überdehnten globalen Ordnung.

MFRadio.de:
Werden die USA, Europa und speziell Deutschland dabei als Spielball benutzt, um weltpolitische Vorteile zu sichern?

Prof. Dr. Wolfgang Berthel:
Ja – aber nicht im Sinne eines willenlosen Opfers. Deutschland wird nicht „benutzt“, sondern strategische Abhängigkeiten werden genutzt. Deutschland ist wirtschaftlich stark, aber sicherheitspolitisch abhängig, energiepolitisch verwundbar und politisch langsam.
Das macht es zu einem Hebelstaat. Großmächte handeln nicht moralisch, sondern interessengeleitet. Wer Abhängigkeiten nicht reduziert, wird zwangsläufig Teil fremder Strategien.


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MFRadio.de:
Wie bewerten Sie die Politik der Trump-Regierung, insbesondere harte Maßnahmen wie Festnahmen oder Eingriffe ohne internationale Abstimmung, etwa im Fall Venezuela?

Prof. Dr. Wolfgang Berthel:
Unter Donald Trump folgt US-Politik einer klar transaktionalen Logik: Macht vor Regeln, Interessen vor Multilateralismus.
Völkerrechtlich sind solche Aktionen hochproblematisch. Machtpolitisch sind sie aus US-Sicht konsequent. Die USA signalisieren damit: Souveränität gilt nur, solange sie nicht unseren Kerninteressen widerspricht.
Das ist keine neue Politik – sie wird nur offener und weniger diplomatisch betrieben.

MFRadio.de:
Was wäre, wenn die USA – wie angekündigt – versuchen würden, Grönland einzunehmen?

Prof. Dr. Wolfgang Berthel:
Eine militärische Einnahme wäre völkerrechtlich und geopolitisch ein Desaster. Realistisch ist das nicht.
Aber: Die Aussage ist ein Machtsignal. Die Arktis ist strategisch relevant – Rohstoffe, Handelswege, Militär. Die USA haben dort bereits erheblichen Einfluss. Es geht nicht um Invasion, sondern um
Abschreckung gegenüber anderen Akteuren, insbesondere Russland und China.

MFRadio.de:
Viele Menschen haben den Eindruck, dass sich alle europäischen Staaten den USA unterordnen müssen und niemand wirklich widersprechen kann. Stimmt das?

Prof. Dr. Wolfgang Berthel:
In dieser Absolutheit nein – aber der Kern des Eindrucks ist berechtigt. Europas Sicherheitsarchitektur basiert auf der NATO, und diese ist ohne die USA nicht funktionsfähig.
Solange Europa militärisch, strategisch und nuklear abhängig bleibt, ist echter Widerspruch nur begrenzt möglich – und teuer. Einzelne Staaten wie Frankreich oder die Türkei widersprechen punktuell, aber Europa als Ganzes spricht nicht mit einer Stimme.



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MFRadio.de:
Warum ist gerade Deutschland in Übergangsphasen besonders verwundbar?

Prof. Dr. Wolfgang Berthel:
Weil Deutschland ein hochoptimiertes Erfolgsmodell ist. Jahrzehntelang funktionierte alles unter stabilen Bedingungen: billige Energie, offene Märkte, Frieden, verlässliche Regeln.
Übergangsphasen bestrafen Optimierung. Deutschland ist ein Formel-1-Motor – extrem leistungsfähig, aber empfindlich. Dazu kommen Exportabhängigkeit, Demografie, langsame Verwaltung und ausgelagerte Sicherheit. Das macht Deutschland in Systemumbrüchen besonders sensibel.

MFRadio.de:
Und warum wirkt Europa insgesamt so zerbrechlich?

Prof. Dr. Wolfgang Berthel:
Weil Europa kein Staat ist, sondern ein Kompromisssystem. Unterschiedliche Interessen, Kulturen und Wirtschaftsmodelle teilen sich ein Regelwerk. Das führt zu offenem Streit – und Streit wirkt von außen wie Schwäche.
Tatsächlich ist Europa anpassungsfähiger, als viele glauben. Was oft als „Zerfall“ wahrgenommen wird, ist meist Dezentralisierung, nicht Auflösung.

MFRadio.de:
Abschließend: Ist Europa Spielball oder Akteur?

Prof. Dr. Wolfgang Berthel:
Europa ist beides.
Solange es keine eigene Sicherheits-, Industrie- und Außenpolitik durchsetzt, bleibt es reaktiv. Nicht fremdgesteuert – aber fremdgerahmt.
Die eigentliche Frage lautet nicht, ob Europa oder Deutschland manipuliert werden, sondern:
Wann beginnen sie, selbst strategisch zu handeln – und welchen Preis sind sie bereit dafür zu zahlen?

"Meine Einschätzungen spiegeln nur mein Wissen und Fakten wider und sind kein Masterplan oder Zukunfts- Vorhersagen, aber in meiner Tätigkeit habe ich in der Vergangenheit schon viele Szenarien auf der Weltpolitischen Bühne gut einschätzen können.

Fazit von MFRadio.de:
Ja es bleibt spannend und es ist ersichtlich, die Welt bewegt sich weg von Regeln hin zu Macht, von Stabilität hin zu Anpassung. Deutschland und Europa stehen nicht vor dem Untergang – aber vor einer Entscheidung: Gestalten oder reagieren ist die Frage?






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Autor: Tom Weyermann / MFradio.de - Redaktion
Quellen: im Interview mit Prof. Dr. Wolfgang Berthel
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